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Wunderwelt der Schmetterlinge
Schmetterlinge gehören zu den wenigen allgemein beliebten Insekten, zugleich aber auch zu den besonders gefährdeten. Viele einst häufige Arten gelten heute als ausgesprochene Raritäten - so der allbekannte Schwalbenschwanz oder der fast ausgestorbene Apollofalter. Die Gefährdungsursachen sind vielfältig; am wichtigsten aber sind hierbei gravierende Veränderungen in der Umwelt dieser Tiere. Im Vortrag wird die hochinteressante, oft geradezu abenteuerliche Lebensweise heimischer Falter vorgestellt, die in vielen Fällen den Schlüssel für das Verständnis der Gefährdungssituation beinhaltet. Daneben werden aber auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir im heimischen Garten mit vergleichsweise einfachen Mitteln den Schmetterlingen helfen können.

Die Schuppen auf den Flügeln der Schmetterlinge bilden oft prächtige Farbmuster, hier ein etwa 1 cm großer Ausschnitt aus der Flügelunterseite des Erdbeerbaumfalters (Charaxes jasius).

Auffallende Farbmuster und Drohgebährden bei Schmetterlingsraupen weisen meist auf einen besonderen Schutz hin, etwa durch Giftigkeit. Die Raupe des Großen Gabelschwanzes (Cerura vinula) kann dem Angreifer ein ätzendes Drüsensekret entgegenspritzen.

Beim Männchen des Kleinen Schillerfalters (Apatura ilia) schillert die Flügeloberseite mit einem je nach Lichteinfall wechselnden, blauen Glanz. Die seltene Art leidet besonders unter der Verfolgung durch Singvögel (insbesondere Meisen), da ihre Raupen frei auf den Zweigen der Futterpflanze (Zitterpappel) überwintern.

Die Falter des Esparsetten-Widderchens (Zygaena carniolica) bilden abends oft Schlafgesellschaften an der Spitze von Pflanzen, um hier gemeinsam die Nacht zu verbringen. Hier hat sich eine Gruppe von 8 Tieren auf der Futterpflanze der Raupe, der Esparsette, eingefunden.