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Geheimnisvolle Welt der Spinnen
Mit ihrer vorwiegend nachtaktiven Lebensweise und ihrer schnellen Beweglichkeit gehören Spinnen für viele Menschen zu den besonders geheimnisvollen, ja sogar Furcht einflößenden Lebewesen. Dabei erweisen sie sich bei näherer Betrachtung als ausgesprochen interessante Zeitgenossen. Allein schon die Ausbildung ihrer meist acht Augen und die oft artweise ganz verschiedenen Netze stellen Kunstwerke von hoher Ästhetik dar. Noch mehr Bewunderung müssen die aufopfernden Brutpflege-Aktivitäten vieler Spinnenmütter auf sich ziehen, die bis zur Hingabe des eigenen Körpers als Erstlingsnahrung für den Nachwuchs reichen. Außer solchen spektakulären Verhaltensweisen werden im Vortrag auch besonders gefährdete Spinnenarten und ihre Lebensräume vorgestellt.

Springspinnen (hier die sehr seltene, etwa 10 mm große Marpissa pomatia) besitzen sehr leistungsfähige Frontalaugen, bei denen sie nicht nur durch Vor- und zurueckschieben der Netzhaut die Schärfe fokussieren, sondern zusätzlich durch seitliche Verschiebung den Blickwinkel verändern können.

Viele Spinnenmütter kümmern sich aufopfernd um ihren Nachwuchs. Das Weibchen der Listspinne (Pisaura mirabilis) trägt seinen Eikokon bis kurz vorm Schlüpfen der Jungen mit seinen Mundwerkzeugen, um den Nachwuchs dann in einem besonderen Gespinst zu bewachen.

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus), mit
bis zu 25 mm Körperlänge eine der größten heimischen Spinnen, jagt gelegentlich Fische, die sie im flachen Wasser von der Oberfläche aus greift und dann in Sekundenschnelle mit ihrem Gift tötet.


Eine der schönsten heimischen Spinnen ist die Rote Röhrenspinne (Eresus cinnaberinus). Das leuchtend rot gefärbte, etwa 10 mm große Männchen sucht im Spätsommer nach dem viel unscheinbareren, versteckt in seinem Netz lebenden Weibchen. Bei Gefahr durch einen Angreifer nimmt es eine auffallende Drohhaltung ein.