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Zoologische und botanische Kostbarkeiten der Schwäbischen Alb

Die Schwäbische Alb zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Vielfalt an Lebensraumtypen und mit ihnen eine große Zahl besonders angepaßter Pflanzen und Tiere aus. Viele von ihnen sind andernorts schon zu ausgesprochenen Raritäten geworden, kommen hier aber zum Teil noch in guten Beständen vor. Einige besitzen auf der Alb sogar ihre einzigen Vorkommen in ganz Deutschland. Im Vortrag werden viele dieser Seltenheiten mit ihren arttypischen Lebensräumen vorgestellt, etwa spezielle Schmetterlinge der Felsgebiete, Orchideen der Trockenrasen und Amphibien in aufgelassenen Steinbrüchen.

Das Immergrüne Felsen-Hungerblümchen (Draba aizoides), eine typische Pflanze alpiner Kalkfelsen, kommt auch an verschiedenen Felsen der Schwäbischen Alb vor. Hier öffnet es oft bereits im Februar seine ersten Blüten.

Der wärmeliebende Libellen-Schmetterlingshaft (Libelloides coccaius) tummelt sich manchmal scharenweise über sonnigen Felsschutthalden am Fuß der Felsen. Die stark gefährdete Art hat in Deutschland ihren Verbreitungsschwerpunkt auf der Schwäbischen Alb.

Die Trockenrasen der Schwäbischen Alb sind berühmt für ihre Fülle an seltenen Orchideen. Zu den auffallendsten Arten gehört die Hummelragwurz (Ophrys holoserica).

Der sehr seltene Alpenbock (Rosalia alpina) war auf der Schwäbischen Alb fast ausgestorben. Seine Larven entwickeln sich meist in anbrüchigen Buchenstämmen. Durch gezielte Schutzmaßnahmen konnten sich die letzten verbliebenen Populationen in den vergangenen Jahren glücklicherweise wieder stark vermehren.