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Zwerge der heimischen Flora - Miniaturpflanzen und ihre Lebensräume
Kleine Pflanzen und ihre Lebensräume

Zwergpflanzen, also Blütenpflanzen, die normalerweise nicht höher werden als etwa 5 cm, sind bei uns wenig verbreitet, sieht man vielleicht einmal von den alpinen Polsterpflanzen ab. Diese Zwerge der heimischen Flora besiedeln fast ausnahmslos Sonderstandorte, an denen sie kaum von höherwüchsigen Arten verdrängt werden können, z.B. wechselfeuchte Bodensenken, trockengefallene Teichböden oder offene Sandrasen. Hier finden wir auch heute noch einige der größten Raritäten wie etwa den Fadenenzian, das Knorpelkraut, die Pfriemenkresse und das Büchsenkraut, lauter botanische Raritäten, die selbst eingefleischten Pflanzenkennern kaum dem Namen nach bekannt sind. Fast alle diese Kostbarkeiten sind inzwischen hochgradig gefährdet, da ihre sehr speziellen Ansprüche heute kaum noch befriedigt werden.

Die Familie der Wasserlinsen stellt die kleinsten Blütenpflanzen der Welt, doch nur selten sieht man blühende Exemplare wie hier von der Kleinen Wasserlinse (Lemna minor).

Der Sechsmännige Tännel (Elatine hexandra) (der Name bezieht sich auf die sechs Staubgefäße) wächst am Grund flacher, stehender Gewässer. Nur wenn diese trocken fallen, sind seine winzigen Blüten zu entdecken.

Das meist unter 5 cm hohe Knorpelkraut (Illecebrum verticillatum) wächst auf sandigen Flächen, die zeitweise mit Wasser bedeckt sind, besonders in Fahrspuren.

Der sehr seltene Fadenenzian (Cicendia filiformis) kommt nur in Gebieten mit atalantischem Klima vor. Er wächst wie viele Zwergpflanzen auf zeitweise überfluteten, sandigen Flächen. Seine winzigen Blüten erreichen einen Durchmesser von gerade 3-4 mm.