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Wildbienen und solitäre Wespen - unentbehrliche Helfer des Menschen
Unter Bienen stellt man sich üblicherweise die Honigbiene, unter Wespen die am Kaffeetisch bisweilen lästige Gemeine oder die Deutsche Wespe vor. Dabei sind z.B. viele der etwa 500 heimischen Wildbienenarten unverzichtbare Bestäuber zahlreicher Blütenpflanzen, die von der Honigbiene nicht besucht werden, während etwa ebenso viele solitäre (d.h. nicht staatenbildende) Wespen wichtige Dienste als Insektenjäger vollbringen. Viele von ihnen errichten aufwendige Nestkonstruktionen, die man man nicht selten auch im eigenen Garten finden kann. Eine Beobachtung der Nestbau-Aktivitäten dieser Tiere gehört zu den faszinierendsten Erlebnissen mit heimischen Insekten.

Die Tönnchen-Wegwespe (Auplopus carbonarius) fängt als Nahrung für ihre Larven Spinnen, die sie nach kurzem Kampf mit ihrem Giftstachel lähmt und dann zum Nest trägt. Vor dem Transport beißt sie ihrer Beute einige oder alle Beine ab.

Der Bienenwolf (Philanthus triangulum) überwältigt Honigbienen, die er als Larvennahrung im Flug zu seinem Nest trägt.

Das Männchen der Langhornbiene (Eucera tuberculata) besitzt etwa körperlange Fühler. Die Fühler des Weibchens haben dagegen die normale Länge.

Die Große Harzbiene (Anthidium byssinum) baut ihre Brutzellen in selbst gegrabenen Erdröhren, die sie mit aufgerollten Blattstreifen auskleidet und dann innen mit Harz verkittet. Beim Schneiden des Blattstreifens hält sie sich nur an der Blattrolle fest.