Startseite Vortragsthemen Leben im Hochgebirge - Pflanzen und Tiere in den Hochlagen der Alpen


Leben im Hochgebirge - Pflanzen und Tiere in den Hochlagen der Alpen
In den Hochlagen der Alpen herrschen extreme Klimabedingen, die nur speziell angepassten Pflanzen und Tieren ein Überleben ermöglichen. Bei Pflanzen zeigt sich dies z.B. in Zwergenwuchs bei gleichzeitig sehr auffällig entwickelten Blüten. Damit soll besonders erfolgreich um die wenigen noch vorkommenden Bestäuber geworben werden. Bei Insekten zeigen sich aus ähnlichen Gründen oft ebenfalls auffallende Farben, daneben aber auch Rückbildungserscheinungen der Flugorgane. Viele der hochalpinen Pflanzen und Tiere kommen daneben auch in hochnordischen Gebieten vor, viele andere sind auf kleinere, z.T. winzige Areale in den Alpen beschränkt. Diesen Endemiten und ihrer Verbreitung ist der Schwerpunkt des Vortrags gewidmet.

Das Kleinste Alpenglöckchen (Soldanella minima) blüht bereits unmittelbar nach der Schneeschmelze. Seine Verbreitung beschränkt sich auf die östlichen Kalkalpen

Der winzige Felsen-Seidelbast (Daphne petraea) ist im Gardaseegebiet endemisch. Er ist nur von wenigen Fundorten bekannt und wächst ausschließlich in Kalkfelsspalten, meist in Höhen von etwa 1000 - 2000 m.

Beim Veilchen-Scheckenfalter (Euphydryas cynthia) sind beide Geschlechter deutlich verschieden gefärbt (hier ein Paar, das sich gerade auf einem ausgetrockneten Kuhfladen sonnt). Bei dieser Art kommt es in manchen Jahren zu gebietsweise zu Massenvermehrungen; oft fallen dann aber fast alle Raupen Parasiten zum Opfer.

Der Aurora-Alpensalamander (Salamandra atra aurorae) wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. Seine Verbreitung beschränkt sich nach bisheriger Kenntnis auf ein winziges Areal in den italienischen Südalpen. Wie der rein schwarze Alpensalamander bringt er bereits fertig entwickelte Jungtiere zur Welt.